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BISG Newsroom-Artikel: Gastbeitrag: Ohne Datenschutz hat der gute Ruf keine Chance!

Gastbeitrag von REVOLVERMÄNNER® GmbH 

Das Internet liefert unkompliziert Informationen, die schnell zu beschaffen sind – das wissen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen. Inhalte im Internet tragen maßgeblich zur Meinungsbildung in der Öffentlichkeit und bei Stakeholdern bei und haben daher großen Einfluss auf das Image.

Aus diesem Grunde ist ein professionelles Online Reputation Management wichtig, da es die Wahrnehmung im Internet nachhaltig positiv stärkt. Im Jahre 2020 sind Suchmaschinen die neue Visitenkarte, hier gilt es stets aktiv zu bleiben!

Die Platzierung bedeutet alles

Seit der Verbreitung von Social Media und durch den anhaltenden starken Anstieg der Nutzung seiner Plattformen stehen Personen und Unternehmen im stetigen Austausch, wenn auch digital und scheinbar beiläufig. Aber anders als verbal getätigte Aussagen werden Äußerungen im Internet konserviert.

Sie sind auch nach Jahren noch auffindbar und so können sich über einen längeren Zeitraum hinweg kritische Äußerungen und negative publicity – egal, ob wahr oder falsch – negativ auf den Ruf eines Unternehmens, Produkte oder Privatpersonen auswirken.

Besonders hartnäckig halten sich problematische Formulierungen in rankingstarken Blogs, Foren und Newsrooms. Hier kann ein Ruf, der über Jahre aufgebaut wurde, innerhalb kürzester Zeit online wie offline vollständig vernichtet werden. Die digitale und die reale Welt sind zu voneinander untrennbaren Welten geworden. Dabei betrachten über 90% der Internetznutzer maximal die ersten beiden Seiten der Google-Suchergebnisse, die Gesamtwahrnehmung ist also von der Qualität der vorderen Google-Positionen abhängig und nimmt Einfluss auf die Wahrnehmung des gesamten Unternehmens oder eine Person.

Was führt zu einem guten Ranking?

Für Google sind die Algorithmen ihrer Suchmaschine eines der am besten gehüteten Geschäftsgeheimnisse. Viele Studien und SEO-Experten bemühen sich, dieses Rätsel zu lösen, das Wissen darüber wäre von unschätzbarem Wert. Bekannt ist aber, zum Beispiel laut dem Online-Fachmagazin moz.com, dass über 200 Parameter hinzugezogen werden, um Websites technisch zu bewerten und ranken zu lassen.

Aufgrund der fortwährend schwankenden Algorithmen ist daher die Suchmaschinenoptimierung einer Website ein dauerhafter Prozess, um größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Die „Fürsorge“ für eine optimale Online-Darstellung suggeriert Google gleichzeitig ein qualitativ hochwertiges Produkt, so dass das Interesse der Suchmaschine anwächst und es mit einem ansteigenden Ranking belohnt.

Treiber der Reputation sind vielfältig

Das Interesse der Suchmaschine steigt nicht nur anhand einer eindeutig zuzuordnenden Website zu einem Unternehmen zu dem Keyword mit dem Unternehmensnamen, wie es den Anschein macht. Vielmehr sind zahlreiche Webinhalte von Interesse, mit denen eine gute Reputation im Internet gebildet und gefestigt werden kann. Besonders das Alleinstellungsmerkmal, der unique content, erhöht die Aufmerksamkeit des Crawlers und des potenziellen Lesers und vor allem Stakeholders.

Basis dieser Einzigartigkeit bilden technische Maßnahmen in Kombination mit außergewöhnlichen Kernbotschaften und stellen dadurch gleichzeitig die Grundpfeiler der Online Reputation dar, indem sie zum gewünschten starken Ranking führen. Die technische Umsetzung unterstützt dabei den guten Content, macht ihn auffindbar bzw. sichtbar und wird grob in OnPage- und OffPage-Optimierung unterteilt.

Das Online Reputation Management selbst umfasst die Teilbereiche Planung, Aufbau, Pflege, Steuerung und Kontrolle des Rufs einer Organisation oder einer Person gegenüber allen relevanten Stakeholdern im Internet (vgl. Wirtschaftswoche 2007, „Reputation im Internet“). Natürlich sind hier die Konkurrenz groß und der Wettbewerb stark, jeder möchte weit vorn ranken.

Gerade performancestarke Websites, wie zum Beispiel überregionale Online-Zeitungen, halten sich oft hartnäckig auf den vorderen Plätzen der Suchergebnisse, da sie über sehr viele Inhalte verfügen, sich über Jahre etabliert haben und mehrere Tausend Verlinkungen von anderen Websites enthalten.

Um dennoch gegen diese vermeintlichen Online-Übermachte bei den Suchmaschinen bestehen zu können, sollte einem systematischen Plan gefolgt werden.

  1. Bestandsaufnahme
    Im ersten Schritt werden die bestehenden technischen Strukturen und Kommunikationsstrategien hinsichtlich Probleme sowie Potenziale evaluiert. Aus dieser Erstanalyse werden dann sowohl spätere Maßnahmen abgeleitet als auch darauf das Erfolgscontrolling sowie das Monitoring aufgebaut. Vor allem die technische Analyse ist ein maßgeblicher Schritt und ermöglicht Wege für die Ausrichtung innerhalb der Suchmaschinenoptimierung.

    Wichtig hierbei ist die Berücksichtigung, dass technische und inhaltliche Vorgänge unweigerlich miteinander verknüpft sind, so kann negativer Content schnell dazu führen, dass negative Keywords auch in die Autovervollständigung bei Google aufgenommen werden.

  2. Strategie
    Auf Basis der Analysen wird eine Strategie erarbeitet. Um mit genügend Durchschlagskraft auf die vorderen Google-Plätze vorrücken zu können, bedarf es einer glaubhaften ganzheitlichen Geschichte hinter der Positionierung. Auch hier gilt, dass ein Alleinstellungsmerkmal das Ranking unterstützt. Im Anschluss daran wird die erstellte Strategie in kleinere Teilbereiche wie Maßnahmen, Kanäle und Content aufgebrochen und operationalisiert. Hierbei werden vor allem bereits rankende und in Suchmaschinen gestärkte Kanäle berücksichtigt.
  3. Realisierung des Projekts
    Im dritten Schritt werden zunächst die bestehenden Kanäle ergänzend aufgebaut und einer Optimierung unterzogen, um das Suchmaschinenranking zu verbessern. Dabei beschäftigt man sich vor allem mit den Inhalten, Sichtbarkeit, der Technik und der Benutzerfreundlichkeit, der Usability, da diese Aspekte beim Nutzer das Vertrauen stärken und dadurch die Reputation unterstützen. Gleichzeitig werden dadurch ein einheitlicher Auftritt im Internet erreicht sowie Angriffsflächen verringert.

    Im Anschluss werden neue Kanäle aufgebaut, zum Beispiel durch eine neue Webpräsenz mittels Landing Pages, Blogs oder ein einheitliches Pressefach. Auf Grundlage der Strategie können hier auch Unternehmens- und Personenprofile sowie Social Media Kanäle hinzugezogen werden. Eine glaubwürdige Auswahl der Kanäle ist dabei ein ausschlaggebender Punkt, um die Performance innerhalb der Suchmaschinen zu steigern. Aber nicht nur zur eigenen Nutzung sollten Social Media Kanäle besetzt werden, auch um Impersonating zu verhindern ,werden relevante Domains und Kanäle blockiert. Dadurch wird es potenziellen Angreifern erschwert, sich als Doppelgänger auszugeben und negative Inhalte im Internet zu streuen.

  4. OnPage- und OffPage-Optimierung
    Wie bereits erwähnt, unterliegen Inhalte im Internet einem fortwährenden Optimierungsprozess, um relevant zu bleiben und bei der Suche ranken zu können. Dieses natürliche Wachstum ist unerlässlich und erstreckt sich über einen längeren Zeitraum.

    Unterstützt wird dieser Vorgang durch strategisch relevante Verlinkungen sowie die Erstellung und Veröffentlichung neuer Inhalte. Dabei kann der Content unterschiedlich verpackt sein, zum Beispiel in Form von Webseitentexten, Blogartikeln oder Online-Pressetexten oder redaktionell andersartig aufbereitet sein, wie in einem Themenportal.

  5. Controlling
    Regelmäßige Qualitätsschleifen sind unumgänglich, da sich die Algorithmen bei Suchmaschinen permanent ändern und anpassen. Bei turnusmäßiger Erfolgskontrolle eröffnen sich daher stets Notwendigkeiten für eine Detailanpassung.

Bei Berücksichtigung der genannten Punkte ist das eigene Online Reputation Management gut aufgestellt. Selbstverständlich bieten sie kein Patent gegen jede Art von Kritik oder negative Inhalte, dennoch bieten Sie einen Leitfaden, um einem Rechtsstreit möglichst aus dem Weg zu gehen. Erst am Ende einer Kette von Gegenmaßnahmen sollte der Rechtsweg stehen.

Zögern Sie nicht, einen Experten zu kontaktieren, wenn Ihnen selbst die Ressourcen oder die Kapazitäten fehlen. Ein guter Ruf im Internet ist am Ende des Tages Gold wert.

Tipps zum Überleben im Netz!

Auch ohne einen Experten kann jeder, egal ob Unternehmer, Arbeitnehmer oder Privatperson, selbständig seine Reputation im Internet überwachen und schützen.

Was gilt es hierbei zu beachten?

  • Googlen Sie regelmäßig Ihren Namen und die Branchen, in denen Sie tätig sind.
  • Veröffentlichen Sie nur Inhalte, die niemanden verletzen oder provozieren und stets ehrlich und authentisch sind.
  • Reagieren Sie nicht auf jede Kritik, einige Nutzer möchten so nur weitere Kritik von anderen Nutzern provozieren.
  • Stellen Sie Ihren Lesern und Followern Mehrwerte auf Ihren Präsenzen wie Webseite, Blog und Social Media zur Verfügung. Wenn nicht gewünscht, verzichten Sie auf das Einstellen von Inhalten
  • Bewegen Sie sich auf Business- und Personennetzwerken (Ihren Branchen, Kontakten und Interessen entsprechend) – Facebook ist nicht für jeden geeignet!

Zum Gast-Autor:

Die REVOLVERMÄNNER® GmbH sind als digitale Troubleshooter Branchenpionier und Benchmark für Online Reputation Management in der DACH Region.

Die REVOLVERMÄNNER® sind zudem seit über 13 Jahren international in den Feldern Krisenkommunikation, IT-Sicherheit, Intelligence, Datenschutz und Compliance international tätig und arbeiten sowohl für KMU als auch börsennotierte Konzerne, politische Parteien sowie Prominente und Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses.