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BISG Newsroom-Artikel: Mobile Working und Home-Office (Teil 2) – was bei den Versicherungen beachtet werden sollte

Teil 2 - Mobile Working: Punkte, die im Hinblick auf Versicherungsinhalte beachtet werden sollten.

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Dennis Galla, Geschäftsführer der InPignus GmbH, gibt in dem Beitrag wichtige Tipps.

Im ersten Teil unserer Artikel-Reihe haben wir das Home-Office und die damit verbundenen Risiken beleuchtet. Außerdem sind wir darauf eingegangen, welche wichtigen Punkte bei Geschäftsinhalts- und Elektronikversicherungen beachtet werden müssen, damit diese Absicherungen auch im Home-Office greifen.

In der heutigen Zeit ist aber nicht nur das Home-Office relevant. Viele Unternehmen und Mitarbeiter setzen auch auf Mobile Working. Dabei handelt es sich um einen Sonderfall des Home-Office, den wir hier näher beleuchten.

Die Risiken des mobilen Arbeitens unterscheiden sich von denen des Home-Office in wesentlichen Punkten, immerhin wird hier ausschließlich auf Mobilität gesetzt. Arbeiten im Zug, Flugzeug, oder im Café um die Ecke – natürlich sind dort Themen wie Brandschutz vollkommen irrelevant. Dafür gibt es andere Risiken, die nur beim mobilen Arbeiten relevant werden.

Welche Risiken entstehen und wie kann ich Sie vermeiden?

Auch hier gilt – besser Risiken von Anfang an kontrollieren. Auch für diesen Spezialfall haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt:

  • Stellen Sie Ihren Mitarbeitern Transporttaschen, Rucksäcke oder Koffer zur Verfügung – idealerweise sind diese mit einem Zahlenschloss gesichert sind. Informieren Sie sich, ob es entsprechende Taschen mit Sicherungsband werden sollen.
  • Kaufen Sie Hüllen und ggf. sogar Bruchschutzfolien für Smartphones und ähnlich sensible Geräte.
  • Berücksichtigen Sie die Datenschutzregeln – statten Sie mobile Geräte mit Sichtschutz-Folien aus, damit neugierige Sitznachbarn nicht mehr bei kritischen Projekten zusehen können.
  • Verpflichten Sie Ihre Arbeitnehmer, die Geräte nicht auf Veranstaltungen privaten Anlasses mitzunehmen.
  • Führen Sie automatischen PIN-Lock bzw. Passwortschutz nach einer bestimmten Anzahl von Minuten für alle Geräte verpflichtend ein. Lassen Sie Mitarbeiter ihren PIN nicht per Klebezettel an den Laptop oder das Smartphone kleben.
  • Sofern mobile Geräte auch im Home-Office genutzt werden, kommen die Risiken des Home-Office noch hinzu.

Auf was muss ich bei meiner Versicherung achten?

  • Für mobile Geräte sollte eine Elektronikversicherung bestehen. Darin ist eine umfangreichere Deckung für verschiedene Gefahren enthalten (z.B. Bedienfehler, versehentliches Fallenlassen, einfacher Diebstahl).
  • Wie bei der Absicherung der mobilen Geräte sollten Sie darauf achten, ob mobil eingesetzte Sachen mitversichert sind.
    Keywords: „mobil“, „stationär“, „beweglich“
  • Hier ist auch zu berücksichtigen, in welchen Ländern diese versichert sind (üblicherweise mind. Deutschland, häufig EU, selten weltweit).
    Keywords: „außen“, „Außenversicherung“, „außerhalb“, „Deutschland“, „Ausland“, „Länder“, „EU“, „EWR“, „weltweit“
  • Achten Sie auch hier auf Entschädigungsgrenzen, maximale Versicherungssummen, Selbstbehalte und ggf. Obliegenheiten. Z.B. müssen KFZ verschlossen sein, damit darin Versicherungsschutz besteht.
    Keywords: „Entschädigungsgrenze“, „Summe“, „maximal“, „Selbstbehalt“, „Selbstbeteiligung“, „Eigenbeteiligung“, „Sicherheitsanforderungen“, „Sicherheitsvorschriften“, „Sicherheit“, „Obliegenheiten“
  • Zum Thema Datenschutz sollte über eine entsprechende Cyber-Versicherung oder umfassende Berufshaftpflicht (Vermögensschadenhaftpflicht) nachgedacht werden.

Extra-Tipp: Lassen Sie sich auch hier Ihre Versicherungsbedingungen als PDF schicken und verwenden Sie die o.g. Keywords in der PDF-Suche.

Auch hier noch einmal der Hinweis für diejenigen, die den ersten Teil verpasst haben:

Jedes Unternehmen ist einzigartig und unterschiedlich organisiert. Deshalb kann keine pauschale Aussage darüber getroffen werden, wie alle Risiken eines Unternehmens vollständig vermieden werden können. Beschäftigen Sie sich mit den unterschiedlichen Risiken und entscheiden Sie sich dann, welche Risiken Sie eingehen möchten und welche dieser Risiken versichert oder vermieden werden können.

Unabhängig davon, was Sie letztendlich davon umsetzen – vergessen Sie nicht, Ihre Mitarbeiter „mitzunehmen“. Am Ende müssen vor allem Ihre Mitarbeiter dafür sensibilisiert werden und mithelfen, diese Risiken gar nicht erst entstehen zu lassen.