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BISG Newsroom-Artikel: Die Chance trotz Krise nutzen

Chance trotz Krise - das klingt, als wolle man zwanghaft die turbulente Zeit ins positive Licht rücken.

Wie soll es denn in diesen Zeiten von Lockdown, Stillstand und vielleicht auch der Angst vor dem Virus etwas Positives geben, fragen sich sicherlich einige - um nicht zu sagen, viele.

Aber lernt man nicht in Krisenzeiten, sich bestmöglich zu arrangieren? Weil einem nichts anderes bleibt? Kann nicht auch dieses Umdenken zum generellen Umdenken führen?

Die SUMMIT IT CONSULT GmbH war von der Covid 19 Phase nicht direkt betroffen, aber indirekt durch die hohe Nachfrage nach Kurzarbeitergeld (KUG) Lösungen. „In unserer gesamtheitlichen HR-Lösung nimmt das Entgelt einen besonders hohen Stellenwert sowohl beim Kunden als auch bei uns ein. Mit der Corona Krise sehen sich eine Vielzahl unserer Kunden mit nie dagewesenen Anforderungen konfrontiert“, so Lothar Steyns Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens aus Eschweiler.

Die Krise hat das WIR Gefühl nochmal verstärkt und den Zusammenhalt der SUMMIT Mitarbeiter vertieft. Die SUMMIT Mitarbeiter haben in vielen Bereichen eine hohe Eigeninitiative ergriffen und Vorschläge zur Organisation und Umsetzung erarbeitet, noch bevor wir offizielle Maßnahmen eingeleitet haben”.

Als Impuls sieht er, dass die Variante im Homeoffice zu arbeiten uns in Zukunft immer mehr begleiten wird. Gleichzeitig sieht er aber auch, dass Unternehmen darauf achten müssen, dass dies dosiert passiert.Denn ein signifikanter Punkt hat sich in der Corona-Krise klar herauskristallisiert, der persönliche Kontakt zwischen den Mitarbeitern und Teams lässt sich durch Webkonferenzen nicht ersetzen.

Zu Beginn des Jahres, motiviert für das neue Geschäftsjahr, hat man sich mit den Themen Covid-19 und die Entwicklungen in China nur am Rande beschäftigt. Doch die Lage entwickelte sich dynamisch und schnell“, gesteht Maximilian Pöhnl, CEO der Pöhnl & Schottler GbR. Dennoch ist das Thema Corona in jedem Unternehmen in Deutschland blitzschnell angekommen. Er sieht dies als klaren Beweis dafür, wie Globalisierung und Internationalisierung wirken können. „ Ich sehe, wie Unternehmen und Organisationen zusammen agieren und wie Menschen in schwierigen Zeiten in eindrucksvoller Art und Weise zusammenstehen. Ganz egal, ob es die Herstellung von Masken sind oder das kostenfreie Angebot vieler Online Portale. Man könnte fast meinen, eine solche Krise hat es mal gebraucht, um den Menschen die Wichtigkeit von Zusammenhalt und Kooperationen aufzuzeigen.“ Gespannt schaut er auf die die nächsten Jahre und ist zuversichtlich, dass nach jedem Tief auch wieder ein Hoch kommen wird.

Anselm Rohrer, Geschäftsführer der Allgeier CORE GmbH, fasst als Lessons learned aus Sicht der Informationssicherheit zusammen: „Die Verlagerung der Arbeit auf das Home-Office brachte drei Gefährdungen für die Informationssicherheit mit sich..

Als erstes die Kommunikationstechnik und damit den schnellen Ausbau der Technik mit Blick auf schnelle Funktionalität, wodurch die Sicherheit häufig vernachlässigt wurde.

Als zweites den Punkt Organisation und die schnelle Besetzung von Home-Office Arbeitsplätze, sodass diese nicht einmal rudimentären Sicherheitsanforderungen genügten.

Als dritten Punkt die Awareness, diese setzt auf Plausibilität und darauf, dass den Anwendern etwas „komisch“ vorkommt. Durch plötzlich veränderte Geschäftsprozesse fehlt vielen Anwendern die Grundlage zur sicherheitsrelevanten Bewertung Ihrer Aktionen.

Die steigenden Fallzahlen im Bereich Incident Response zeigen, dass sich Angreifer schnell auf die veränderte Situation eingestellt haben“, berichtet er. Daher sieht er enormen Bedarf, dass die drei genannten Punkte dringend nachgezogen werden müssen.

Thomas Gebhardt, Vorstand der SPECTRUM AG, fasst zusammen: „Corona bescherte uns ungeahnte wirtschaftliche Herausforderungen. Gleichzeitig stellte das Virus unseren Arbeitsalltag auf den Kopf, denn alles lief plötzlich nur noch über den digitalen Weg.” Da dies von Anfang an reibungslos funktionierte, wird das Unternehmen die Möglichkeit zur virtuellen Zusammenarbeit aus dem Homeoffice ab sofort verstärkt verfolgen.

Nichtsdestotrotz möchten wir nun wieder in die Büroräumlichkeiten zurückkehren“, fügt er an, denn auch er betont, dass ein Videochat den persönlichen Kontakt zwar ergänzen kann, aber lange nicht ersetzen. Als größte positive Erfahrung fasst er mit einem Dankeschön zusammen „es ist schön zu sehen, dass die gesamte Mannschaft dem Unternehmen in harten Zeiten loyal zur Seite steht, zusammenhält und motiviert in die Zukunft blickt.

Ein Regelablauf bzw der eingespielte Rhythmus waren plötzlich weg ”, wie Dr. Andrea Herrmann kurz erzählt: „Die Corona-Krise stoppte mich im vollen Lauf: Zahlreiche Dienstreisen waren geplant, einschließlich einer Konferenz in Pisa. Und plötzlich nur noch Home Office, abgesehen vom wöchentlichen Ausflug in den Supermarkt. Völlige Entschleunigung.“ Aber auch hier hielten sich die Auswirkungen in Grenzen berichtet sie: „Doch nur eine einzige Schulung musste ausfallen. Alles andere konnte spontan in virtuelle Räume verlegt werden: Besprechungen, Seminare, Vorlesungen, Konferenzen und Workshops. Ich freue mich, dass das bisher misstrauisch beäugte E-Learning nun so einen Aufschwung nimmt.“ Aber auch sie stellt fest, dass natürlich die Körpersprache, die Kaffeepausen, das gute Essen, das Ambiente fehlen. Sie freute sich nach dem Ende aller Kontaktsperren alle wieder live, persönlich und in 3D wiederzusehen.

Andreas Goretzky, Head of IT Germany der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG, berichtet, dass mit Ausruf der Einschränkungen und eines bekannten Falles innerhalb einer Woche ca. 2500 Hellmann Mitarbeiter ins Home Office versetzt wurden. Nur zwingend notwendige Kräfte für den operativen Betrieb blieben vor Ort. „Zwar haben wir glücklicherweise schon früh auf digitale Technologien, Colaboration, Videocalls und Websessions gesetzt, aber noch nie wurde dies so flächendeckend eingesetzt. Somit sind auch Mitarbeiter ins Home Office gegangen, die nie zuvor diese Arbeitsweise kannten. Für die IT und auch einen Großteil der operativen Mitarbeiter waren anfängliche Bedenken hinsichtlich der Arbeitsweise und nicht „körperlichen“ Meetings schnell ausgeräumt. Natürlich bleibt der persönliche Kontakt der Favorit, aber der Videocall ist ein guter Ersatz“, so Goretzky. „Es werden virtuelle Mittagspausen, Trainingsstunden und Cofffeecorner je nach Belieben und Geschmack erstellt und geführt.

Persönlich bleibt für ihn das Resümee, das Hellmann nach der Corona Zeit anders arbeiten und verstärkt auf flexible Arbeitszeiten im Wechsel mit HomeOffice und Office sicherlich setzen wird.

Für mein Team haben wir festgelegt, das in diesen Zeiten die Familie und Gesundheit das wichtigste Gut ist. Sollte es zeitliche Konflikte zwischen Job und Familie geben, hat die Familie Vorrang. Vertrauen ist die beste Basis einer guten Zusammenarbeit und dann gehen wir alle gestärkt aus dieser Krise“, erklärt er und sieht die Situation als noch nicht dagewesene Erfahrung.

Aus Sicht der Cybersicherheit erleben wir aktuell einen Phasenübergang: In den letzten Wochen beschäftigten wir uns in unseren Kundenprojekten mit der Stabilisierung des Geschäftsbetriebes. Viele Unternehmen etablierten hybride Arbeitswelten mit Telearbeit und eingeschränkter Vor-Ort-Präsenz. Dies schafft neue Herausforderungen in der Absicherung der Perimeter und bei der Abwehr von Cyberangriffen im Home-Office.

Der Fokus liegt nun verstärkt auf dem Schutz unternehmenskritischer Daten und Systeme. Wirksame Maßnahmen zur Erhöhung von Cybersicherheit und Datenschutz müssen in die unternehmensinternen Managementsysteme integriert werden. Wir waren teilweise sehr überrascht, wie schnell plötzlich Rahmenbedingungen ermöglicht und akzeptiert wurden, die zuvor kategorisch ausgeschlossen wurden. Insofern sehen wir dies als große Chance für die Digitalisierung in Deutschland“, so Carsten Marmulla, Geschäftsführer der carmasec GmbH & Co. KG.

Grundlegend bleibt abzuwarten, welche und wie viele der Maßnahmen langfristig in den Unternehmen Anklang finden und dort auch dauerhaft im Fokus bleiben (können).

Einigkeit herrscht aber sicherlich darüber, dass wir aus dieser Zeit anders sensibilisiert herausgehen werden – sei es hinsichtlich Arbeitsorganisation, Sicherheit oder auch Familie und Zusammenhalt.

Auch die Selbstverständlichkeit, uns „frei“ bewegen zu können, lernen wir neu zu schätzen.