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BISG Newsroom-Artikel: Unternehmen stellen Arbeitsweise um - Herausforderungen im Home-Office

Sowohl die deutsche Bevölkerung als auch die deutsche Wirtschaft sind im Ausnahmezustand. Der Coronavirus verbreitet sich weltweit in rasender Geschwindigkeit.

Portrait Jörg Kretzschmar, GF contechnet GmbH

Beitrag von Jörg Kretzschmar, Geschäftsführer von CONTECHNET

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, schicken immer mehr Arbeitgeber ihre Mitarbeiter ins Home-Office. Doch allein die schiere Menge an Arbeitnehmern, die plötzlich von Zuhause aus ihre Arbeit verrichtet, bringt Beschaffungs- und IT-Sicherheitsprobleme mit sich.

Angesichts der weltweiten Pandemie gewinnt die schnelle und sichere Bereitstellung virtueller Arbeitsplätze für den Zugriff aus dem Home-Office zunehmend an Bedeutung. Die Hersteller Citrix und Microsoft haben besondere Lizenzmodelle veröffentlicht, um flexibel auf die steigenden Anforderungen im Notfallmanagement zu reagieren. Viele Unternehmen waren und sind auch jetzt noch nicht ausreichend auf den Ernstfall vorbereitet. Oft ist weder eine Notfallplanung noch ein Notfallmanagement vorhanden. Dies zwingt Unternehmen in der momentanen Lage dazu, Entscheidungen aus dem Bauch heraus, und nicht auf Grundlage einer fundierten Planung zu treffen. Nicht nur die Zahlen der Hardware-Beschaffungen explodieren und stellen damit eine enorme Hürde für Unternehmen dar. Jeder Home-Office-Mitarbeiter ist ein potenzielles Einfallstor für Cyberkriminelle, die die Lage gnadenlos ausnutzen.

Hinzu kommt, dass viele Home-Office-Arbeitsplätze nicht ausreichend gegen Angriffe von außen geschützt sind. Hacker und Cyberkriminelle haben hier leichtes Spiel. Und als wäre das nicht bereits problematisch, sind Unternehmen in der jetzigen unstabilen Situation maximal erpressbar, da sie mehr denn je auf ihre Daten und die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter angewiesen sind. Der Hang, den Erpressungsversuchen eines Verschlüsselungstrojaners oder anderer Schadsoftware einfach nachzugeben, um die Situation zu lösen, ist also größer denn je.

Hier kann eine erprobte Notfallplanung und ein überlegtes Notfallmanagement den entscheidenden Unterschied machen. Denn die Kerngrundsätze der IT-Sicherheit sind hier fest verankert. Mögliche Szenarien wie der Ausfall von Hardware oder ein Hackerangriff über eine Außenstelle – beispielsweise einen Mitarbeiter im Home-Office – werden in der Notfallplanung validiert und Gegenmaßnahmen eingeleitet.