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BISG Newsroom-Artikel: 600 Tage DSGVO - ein Statement der Fachgruppe „Datenschutz” des BISG e.V.

Die Kernaussage für Unternehmen lautet: „Der Verantwortliche ist für die Einhaltung der Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten verantwortlich und muss deren Einhaltung nachweisen können!” (Art. 5 Abs. 2 der Datenschutz Grundverordnung).

Viele Verantwortliche, früher als „verantwortliche Stellen” benannt, haben immer noch nicht verstanden, dass es seit Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung eine Nachweispflicht gibt. Die Organisation muss also belegen können, was getan wird , um die Rechte und Freiheiten von Betroffenen zu schützen. Dies gilt bei Datenverarbeitung, diese findet sowohl in elektronischer Form als auch in manueller Form, z.B. in Papierform statt.

Datenschutz ist gerade im Jahr 2020 DAS Thema unserer Zeit, insbesondere im Zuge der Globalisierung und Digitalisierung. Es geht nicht nur um Grundrechte, um Selbstbestimmung oder um die Werte unserer Gesellschaft.

Es geht schlichtweg um das Überleben jeder Organisation. Wachsame Geschäftsleitungen haben längst verstanden, dass ein Datenverlust unweigerlich auch zu Reputationsverlusten, Auftragsverlusten und letzten Endes zur Minderung der Ertragsergebnisse sowie schlussendlich zum Job-Abbau führen kann.

Am 25. Mai 2018 hatte die Welt ein Gefühl ähnlich der Jahrtausendwende: Niemand wusste genau, was hinsichtlich der datenbasierten Systeme und der Umstellung auf den 01.01.2000 passieren würde. Und trotzdem scheint alles ganz normal weiter zu gehen.

Ist dem so? Hat sich nichts verändert?

Bild Portrait

„Doch, gerade die Aufsichtsbehörden haben massiv Personal eingestellt, um die Umsetzung der Datenschutz Grundverordnung auch sicherzustellen“, so Dr. Ralf Schadowski, Geschäftsführer der ADDAG GmbH & Co.KG.

Bußgelder werden längst nicht mehr nur gegen die großen Internetkonzerne verhängt, sondern treffen auch genauso den Durchschnitts-Mittelstandsbetrieb auf der anderen Straßenseite. Und diesen trifft es dann richtig hart.

Bereits die einfache Eingabe eines Betroffenen bei der Datenschutzaufsichtsbehörde kann zu erheblichen Konsequenzen für jeden Betrieb führen. Ob ein nicht-ordnungsgemäßer Umgang mit Kundendaten im Marketing, nicht gekennzeichnete Videoüberwachungen am oder in Gebäuden, oder schlicht eine veraltete EDV-Umgebung im Betrieb oder eine veraltete Webseite-Datenbank - reihenweise finden sich inzwischen Ordnungsgelder, die vermeidbar gewesen wären.

Voraussetzung hierfür: ein fachkundiger Datenschutzbeauftragter, der systematisch den Datenschutz und auch die Informationssicherheit in den betroffenen Unternehmen aufbaut und sicherstellt.

Der Datenschutz als Damoklesschwert - so fühlt sich dieser für viele Unternehmen an: man weiß nicht, ob man selbst betroffen wird oder nicht. Alle wissen, dass es viel zu tun gibt, aber die wenigsten wissen, wie sie die Dinge angehen sollen.

Datenschutz ist einfach: er muss angemessen bleiben. Er darf nicht zu teuer werden und die Abläufe nicht unnötig verkomplizieren. Nur dann wird der Datenschutz auch von den Menschen, die ihn leben müssen, in den Unternehmen angenommen, verstanden und umgesetzt. Genau das tun die Datenschutzbeauftragten vom BISG e.V.: Sie geben Unterstützung, schulen und leiten an.

Lässt die Nachfrage für Datenschutzbeauftragte zurzeit nach?

„Überhaupt nicht“, erklärt Dr. Ralf Schadowski, Fachbereichsleiter Datenschutz beim BISG e.V. „Die derzeitige Situation zeigt, dass immer mehr Unternehmen erkennen, dass Auftraggeber genau wissen wollen, ob Datenschutz auch bei Geschäftspartnern umgesetzt ist oder nicht. Genau dafür gibt es einen neu überarbeiteten Standard-Prüfkatalog vom BISG e.V., dessen Anwendung äußerst einfach und preiswert ist. Die BISG-Datenschutzbeauftragten sind deutschlandweit tätig, sodass kurze Wege zu den Unternehmen eine einfache und schnelle Umsetzung ermöglichen.”